Experimentelle Schlaganfallforschung

Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Aufklärung pathophysiologisch relevanter zellulärer Mechanismen bei der Entstehung des ischämischen Hirnschadens.

Neben Untersuchungen zur post-ischämischen Neuroprotektion basiert ein Großteil unserer Arbeiten auf der Analyse neuroregenerativer Mechanismen nach Induktion eines ischämischen Insultes im Langzeitverlauf. Diese Arbeiten fußen auf der Beobachtung, dass die endogene Neurogenese nicht nur auf die Ontogenese des Gehirns beschränkt ist, sondern auch in distinkten Arealen des adulten Säugerhirns zu finden ist.

Die Induktion einer zerebralen Ischämie selbst stimuliert die endogene Neurogenese und neurale Progenitorzellen (NPCs) proliferieren, migrieren und differenzieren im Infarktareal. Da jedoch sowohl Überlebens- wie auch Differenzierungsraten dieser NPCs gering sind, trägt die endogene Neurogenese nur unzureichend zur post-ischämischen neurologischen Erholung bei. Neben Versuchen durch Pharmakotherapie diese Neurogenese zu stimulieren, zielen andere Ansätze unserer Arbeitsgruppe darauf ab, durch eine Transplantation von exogenen Stammzellen oder ihrer Sekretionsprodukte eine Stimulation endogener Regenerationsmechanismen zu induzieren.

    Langfristiges Ziel der Arbeitsgruppe ist, in translationalen Ansätzen neue innovative adjuvante Therapiekonzepte zur Behandlung des ischämischen Schlaganfalls zu entwickeln.

    Kooperationen

    • Prof. Dr. Kloetzel (Institut f. Biochemie, Charité Berlin)
    • Prof. Dr. Hermann (Vaskuläre Neurologie, Essen)
    • Prof. Dr. Tonchev (Institut f. Anatomie, Varna, Bulgarien)
    • Prof. Dr. Chopp (Neurologie, Detroit, USA)
    • PD Dr. Giebel (Institut f. Transfusionsmedizin, Essen)
    In der Klinik für Neurologie werden auch EEG Hauben angewendet

    Methoden

    Die Grundlage unserer Arbeiten bildet das so genannte Fadenokklusionsmodell zur Induktion einer transienten fokalen zerebralen Ischämie der Maus. Hieran anschließende Analysemethoden beinhalten neben behavioralen Tests, immunhistochemische, molekulargenetische und durchflusszytometrische Verfahren.

    Weitere Untersuchungen fokussieren sich auf die Analyse von zelltodinduzierenden Zellkaskaden anhand verschiedener Zellkulturmodelle unter Einbeziehung einer so genannten in vitro Hypoxie-Hypoglykämie.

    Leitung

    Oberarzt

    Univ.-Prof. Dr. med. Thorsten R. Döppner, M.Sc.

    Kontaktinformationen

    • Professur für Translationale Schlaganfallforschung
      Neurologische Intensivmedizin
      Notfallmedizin

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