Klinische Schlaganfallforschung

Die Arbeitsgruppe klinische Schlaganfallforschung beschäftigt sich mit der Erforschung und Optimierung aktueller Therapieverfahren beim Schlaganfall sowie der pathophysiologischen Grundlagen und Auswirkungen auf den Menschen.

Die Forschung erfolgt an der Schnittstelle zwischen Neurologie, Notfallmedizin, Neuroradiologie und Kardiologie in enger Interaktion zwischen verschiedenen an der Schlaganfallbehandlung beteiligten Kliniken.

Unsere wesentlichen wissenschaftlichen Interessen liegen in der Verbesserung der Schlaganfalltherapie dabei haben wir verschiedene Schwerpunkte

Prof. Dr. Liman erklärt einen Patienten der Klinik für Neurologie in Göttingen das Vorgehen
  • Verbesserung des Schlaganfallmanagements, sowohl innerhalb der Klinik, als auch präklinisch
  • Erforschung von kardialen Riskofaktoren bzw. intrakardialen Flussphänomenen in Hinblick auf das Schlaganfallrisiko
  • Anwendung neuer bildgebender Methoden beispielsweise MR basiert, um grundlegenderes Verständnis der zerebralen Schädigungsmuster und deren Auswirkung, sowohl auf kognitive und andere klinische Parameter zu erfassen

Wir bedienen uns dafür verschiedener Ansätze. Neben klassischen Datenbankanalysen, kommen prospektive Kohortenstudien an spezifischen Patientenkollektiven zum Einsatz.

Aktuelle Publikationen und weitere Informationen

Kooperationen

Aktuelle multizentrische klinische Studien, für die Patient*innen rekrutiert werden können

  • ATTICUS (Apixaban vs. ASS bei ESUS)
  • Prodast (Antikoagulation Register)
  • RIC-ICH (Register zu Blutungen unter oraler Antikoagulation)
  • German Stroke Registry (Thrombektomie Register)
  • Annexa-4 ( Blutung unter Edoxaban)
  • PRAISE (Troponinerhöhung bei Schlaganfall)
  • Annexa-I  (Antidot bei Faktor Xa inhibition und Blutung)

Geplant:

  • Enrich AF (OAK nach ICB)
  • REVISION (Zentralarterienverschluss und systemische Lysetherapie)
  • ELAN (Wiederbeginn OAK nach Schlaganfall)

Aktuell Publikationen, sowie eine umfassendere Darstellung der AG finden Sie auf unserer Webpage.

Interaktion Herz und Hirn: Neurokardiologie

Mit der hiesigen Klinik für Kardiologie und Pneumologie  erfolgt eine enge Kooperation um die Schnittstelle Herz und Hirn aus verschiedenen Blickwinkeln untersuchen zu können. Zuletzt wurde erfolgreich die investigator-initiated-Trials (FIND-AF sowie FIND-AF randomized) (Stroke 2010, Lancet Neurology 2017) zur Detektion von Vorhofflimmern bei Patienten mit akutem Schlaganfall beendet.

Weitere aktuell Projekte beschäftigen sich mit speziellen Biomarkern, Herzechoparametern und bildgebenden Verfahren zur Darstellung der Herz-Hirn Interaktion.

Im Rahmen des Projektes „Heart and Brain“, versuchen wir aktuell in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kognitive Neurologie sowie den MR Forschergruppen um Prof. Uecker und Prof. Frahm die Einflussnahme des Gehirns auf das Herz und vice versa mit innovativen Messmethoden zu analysieren.

Interaktion Neuroradiologie

Die traditionell enge Zusammenarbeit dieser beiden Fachdisziplinen wird in unserer Arbeitsgruppe zur Beantwortung verschiedener Fragestellungen der Schnittstelle Bildgebung, endovaskuläre Therapien und Neurologie genutzt.

Primäres Ziel unserer Arbeitsgruppe ist das prä- und klinische Management des Schlaganfalls.

Wir konnten hier neue diagnostische Abläufe und Verfahren, das sogenannte „One-Stop“ Verfahren etablieren, welche zu einer signifikanten Reduktion der In House Behandlungszeiten geführt hat und die UMG im weltweiten Vergleich eine absolute Spitzenposition bei den sogenannten Door-Groin und Door-Rekanalisations Zeiten einnehmen lässt.

Kooperation MPI für Biophysikalische Chemie (AG Prof. Frahm); NMR Forschungeinheit (PD Dr. Dechent); Institut für kognitive Neurologie (Fr. Prof. Wilke)

In Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Prof. Frahm sowie der NMR Forschungseinheit wenden wir neu entwickelte und optimierte MRT Bildgebung bei verschiedenen Erkrankungen an:

Aktuelle Projekte sind:

  • MRT basierte Quantifizierung von Spinalkanalstenosen
  • Kombination aus MRT und kognitiven Testungen zur Erforschung von Hirnleistungsstörungen nach Schlaganfall
  • MRT basierte Kartierung von MRT Veränderungen bei Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen
  • MRT basierte Liquorflussmessungen bei Patienten mit Liquorabflusstörugnen

Leitung

Stellvertretender Klinikdirektor und Leitender Oberarzt

Univ.-Prof. Dr. med. Jan Liman

Kontaktinformationen

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